Getränke unterm Mikroskop | Lafu GmbH

Wie stark Limonaden, Säfte und Biere belastet sind, verrät Lafu-Team in einem Vortrag

Die Vortragsreihe des Labors für chemische und mikrobiologische Analytik (Lafu) auf der Nordwolle lädt auch in diesem Jahr in Kooperation mit der Volkshochschule(VHS) zu Vorträgen ein. In der neuen Folge der Reihe geht es um gesundheitsschädliche Belastungen in Getränken. Treffpunkt für interessierte Zuschauer ist am Freitag, 25.Januar, in der Zeit von 18 bis20.15 Uhr in der VHS, Am Turbinenhaus 11. Referentensind an diesem Abend die Naturwissenschaftlerin Ann-Kathrin Seiz, die Umweltwissenschaftlerin Frauke Heimroth sowie die Diplom-Ingenieure Renate Seyfert und Lafu-Chef Gary Zörner.

Rund 20 Vorträge haben Lafu und die VHS bereits gemeinsam veranstaltet, thematischwurde der Bogen dabei von Quecksilber bis Asbest, von Chemikalien in Textilien bis zu Elektrosmog gespannt. Im Fokus des aktuellen Vortrags geht es darum, wie gesund die Kreationen der Getränkeindustrie mit ihren dutzenden Zusatzstoffen wirklich sind und wie man sich vor den „chemisierten“ und „belebten“ Getränken schützen kann.

Unter die Lupe nimmt das Referententeam um Gary Zörner, der früher selbst Getränke für die Industrie „komponierte“, unter anderem auch Marketing-Märchen, wie das von Coca Cola. „Es wird eine Reise zur Wahrnehmung“, verspricht Zörner. Errät seinen Zuhörern nicht alles zu verdrängen und zu glauben, was Industrie und Werbung ihnen vorsetzen. So enthalte beispielsweise das mystifizierte Rezept von CocaCola bedenkliche, krebserregende Inhaltsstoffe. Doch auch unterschiedliche Biersortenwurden überprüft. Das Ergebnis: Alle Biere enthielten Glyphosat, nur eben die zwei untersuchten Bio-Biere nicht. „Sehr stark belastet waren die Marken Hasseröder, gefolgt von Jever und Warsteiner“, erklärt Zörner. Und auch in den Obstsäften habe man zwischen vier bis zwölf unterschiedliche Pestizide gleichzeitig gefunden.

In seinem Vortrag möchte der Lafu-Chef insbesondere auch auf die Kombinationswirkungen der Belastungen in Getränken hinweisen –wenn sich beispielsweise Pestizide, Schwermetalle, Antibiotika, Färbstoffe, hormonell beeinflussende Stoffe, Konservierungsmittel, Mikroorganismen, Parasiten, Radioaktivität, Aromen, Geschmacksverstärker, Dioxine und/oder PCB in den Getränken angereichert haben, um letztlich in Kombination das 10.000-fache an Giftigkeit zu entwickeln. Seit Jahren setzt sich Zörner dafür ein, dass die Grenzwerte einzelner Stoffe kritisch hinterfragt werden.

In ihrem Vortrag verdeutlichen die Referenten, welche Belastungen sie bei Analysen in unterschiedlichen Getränken nachgewiesen haben und wie diese schädlichen Inhaltsstoffe überhaupt in die Getränke gelangt sind. Auch soll gezeigt werden, welche Interessen welche Wahrnehmungen prägen. „Obwohl ein Getränk eigentlich erst dann auf den Markt gebracht werden sollte, wenn sicher bewiesen ist, dass von Landwirtschaft, Produktion, Verpackung, Lagerung, Transport und Verkauf keine Gesundheits- und Umweltgefahrenausgehen, gibt es nach wie vor keine Beweislastumkehr“, bedauert der Lafu-Chef. „Aufgrund der chemischen und mikrobiologischen Kontamination in Getränken hätte viele Produkte nie auf den Markt kommen dürfen.“

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