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„Energiesparlampen“ bergen nach Untersuchungen des Labors gesundheitliche Risiken

Mehr als 100 Jahre sorgte die herkömmliche Glühbirne für Licht in dunklen Zeiten. Ab 1. September ist damit nun wohl endgültig Schluss.

Ab diesem Datum sind dann nur noch Glühlampen mit einem Lichtstrom von kleiner als 60 Lumen – das entspricht etwa 10 Watt Leistungsaufnahme – oder aber so genannte Energiesparlampen erhältlich. Für Gary Zörner verbirgt sich daghinter ein massiver Umweltskandal. Der Leiter des Delmenhorster „Labors für chemische und mikrobiologische Analytik“ (Lafu) hat „Energiesparlampen“ untersucht und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen. Für ihn ist die Energiesparlampe eine große Mogelpackung.

Und dafür kann er gleich mehrere Belege anführen. „Zum Einen sind die Birnen mit Quecksilber belastet. Dieses schädigt, wenn es beispielsweise nach der Zerstörung einer Birne austritt, das Gehirn und die Nervenenden. Besonders gefährlich ist es auch für Schwangere, da es über die Plazenta direkt an den Fötus weitergegeben wird und dessen Entwicklung beeinflusst“, erregt sich Zörner.

Hochproblematisch sieht er in diesem Zusammenhang sowohl die Produktionsbedingungen in China, wo das Schwermetall unter unzureichenden Bedingungen gefördert werde, wie auch die Uninformiertheit der Verbraucher. „Viele wissen gar nicht, was sich in den Lampen befindet“, so Zörner. Schuld daran sind seinen Angaben zufolge nicht die Kunden, sondern die Hersteller, die diese Informationen verschwiegen.

Es ärgert ihn zudem massiv, dass die Kosten, die für eine ordnungsgemäße Gewinnung des Schwermetalls wie auch der fachgerechten Entsorgung nicht mit in die Energiebilanz der Lampe aufgenommen wird. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Glühbirne, die eben nicht mit Schwermetallen belastet sei, stünde die „Umweltverschmutzerlampe“, wie Zörner die Birnen nennt, deshalb in Wirklichkeit sehr schlecht da, so der Diplom-Ingenieur, dessen Ergebnisse am morgigen Donnerstag um 20.15 Uhr auf 3Sat im Rahmen der Sendung „Ausgebrannt. Vom Ende der Glühbirne“ zu sehen sind. Die Wissenschaftsdoku beleuchtet das Thema kritisch und fragt: Wie sinnvoll ist die Energiesparlampe, und welche Alternativen gibt es?

Für Zörner ist die Antwort darauf schon jetzt klar: „Die logische Konsequenz ist eine sofortige Rücknahme des Glühbirnenverbots, denn alle anderen Lampen bergen Risiken für die Gesundheit, die zum Teil noch gar nicht erforscht sind.“

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