Lafu-Team warnt vor Schadstoffen – Delmenhorster Labor klärt über die „flüssige Gefahr“ auf | Lafu GmbH

Delmenhorst. Runde Zahl fürs Lafu: Die Vortragsreihe des Chemielabors in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule geht in die 20. Auflage. Am Freitag sind Belastungen in Getränken das Thema.

Wenn es um Inhaltsstoffe von Getränken geht, weiß Gary Zörner, Geschäftsführer des Labors für chemische und mikrobiologische Analytik (Lafu), genau, wovon er spricht. Schließlich war der Diplomingenieur einst selbst bei einem Hersteller von Softgetränken tätig. Über diverse Schadstoffe und ihren Weg in Getränke informiert er bei einem Vortrag am Freitag, 25. Januar. Unterstützung erhält er dabei von seiner Kollegin Renate Seyfert, der Umweltwissenschaftlerin Frauke Heimsoth und Ökologin Ann-Kathrin Seiz.

Lafu rät von PET-Flaschen ab

Heimsoth wird einen Einblick in die Methoden geben, mit denen Schadstoffe nachgewiesen werden. So hilft die Chromatografie, Stoffgemische in Einzelbestandteile aufzuspalten und das Vorkommen einzelner Schadstoffe wie Bisphenol A zu bestimmen. Diese chemische Verbindung, die zur Herstellung von Kunststoffen verwendet wird und oft an PET-Flaschen zu finden ist, ist laut Lafu hormonell wirksam und kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Unkrautvernichter in Bieren als Thema

Ein großes Thema ist auch Glyphosat in Bieren. Zörner verweist auf die Ergebnisse des Münchener Umweltinstituts, das die 14 größten deutschen Biermarken einem Test unterzog. Nur zwei Bio-Biere seien glyphosatfrei, in allen anderen Bieren konnte das Unkrautvernichtungsmittel nachgewiesen werden. „Im Sinne des Reinheitsgebots sind das folglich keine Biere mehr“, konstatiert Zörner.

„Auch winzige Mengen können verheerend sein“

Schließlich möchte das Referententeam um Zörner auch einige Mythen entlarven. So sei vor allem der Lehrsatz „Je höher die Dosis, desto stärker die Wirkung“ widerlegbar. Die Gefahr liegt, so Zörner, vor allem in den Kombinationswirkungen unterschiedlicher Stoffe: „Auch winzige Mengen könnten verheerend sein.“ Zörner beruft sich auf die Theorie des Niedrigdosiseffekts, auf den er beim Vortrag ebenfalls zu sprechen kommen wird.

Erdbeerbowle zum Abschluss

Bereits zum 20. Mal informiert das Lafu-Team zusammen mit der Volkshochschule über gesundheitliche Risiken. Zörner erwartet bis zu 80 Gäste, die sich nicht nur auf einem informativen Abend, sondern auch auf eine Feier mit Buffet, Erdbeerbowle und vielen Überraschungen freuen dürfen.

Der Vortrag findet statt am Freitag, 25. Januar, ab 18 Uhr, in der VHS, Am Turbinenhaus 11. Kosten: 9 Euro.

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