Leuchtende Gift-Detektive | Lafu GmbH

Firma Lafu Mitbegründer der Forschungsfirma „BioTech“

mik Delmenhorst. Tiefgefroren schlummern sie im Eisschrank. Werden sie zum Leben erweckt, können sie wertvolle Dienste für Forscher leisten: Leuchtbakterien aus den Tiefen der Meere, die Diplom-Ingenieur Gary Zörner in seinem Labor im Technologiezentrum auf dem NordwolleGelände hütet, dienen als lebende Gift-Anzeiger. Je schwächer die Bakterien leuchten, desto giftiger ist beispielsweise Abwasser, dem sie ausgesetzt werden. Ein solcher Test läßt sich nach Angaben von Zörner, Chef des Labors für chemische und mikrobiologische Analytik („Lafu“), auch auf andere Stoffe ausdehnen. Und genau eine solche Prüfreihe wäre ein Forschungsprojekt, für das die neue Firma „BNW BioTech Nordwest AG“ Fördergelder heranholen könnte. Lafu ist Mitbegründer der Nordwest BioTech, die am vergangenen Freitag von insgesamt zehn Firmen in Delmenhorst aus der Taufe gehoben wurde. Sitz ist Wilhelmshaven, Niederlassung Delmenhorst. Neben Lafu sind Mitglieder: Prof. Meiners, FHO Emden, OOMW Brake, Heinje Edewecht, Jungenkrüger, Schortens, Engelbart GmbH, SPL, Freitag, Optimare, alle Wilhelmshaven und Döpke, Norden. Das Unternehmen forscht in den Bereichen Meeres-, Pflanzen- und Umweltbiotechnologie und vermerktet entsprechende Projekte. Die Umweltbiotechnologie ist Schwerpunkt von Lafu. Zörner, der gegenwärtig im TZD 14 Mitarbeiter beschäftigt (inklusive Praktikanten, u.a. aus Thailand und Kambodscha) benennt weitere Projektideen: Welche Produkte können aus den Meeren gewonnen werden und zum Beispiel für die Herstellung von Arzneimitteln verwandt werden? Wie können aus Pflanzenölen natürliche Heimwerkermaterialien wie Kleber und Farben entwickelt werden? Wie sind Abwasserraten und Klärschlamm-Anfall zu optimleren. Lafu ist weltweit tätig, mit Großkunden beispielsweise in Rußland (Klarwerk) und Taiwan (Hotelkette).

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