Skoda setzt auf Delmenhorster Wissen | Lafu GmbH

Tschechischer Autobauer lässt deutsche Mitarbeiter bundesweit von der Umweltfirma Lafu schulen

Delmenhorst. Die Firma Lafu, das auf dem Nordwolle-Gelände im Technologiezentrum ansässige Labor für Chemische und Mikrobiologische Analytik GmbH, ist in dieser Woche Gastgeber für Manager der Automobilfirma Skoda. Als Beauftragter des tschechischen Autoherstellers kümmert sich Lafu bundesweit um die gesetzlich vorgeschriebenen Schulungen für Skoda-Autohäuser im Bereich Gefahrguttransport und Abfall. Mit den Tätigkeitsbereichen Umweltanalytik, Umweltverfahrenstechnik und Umweltmanagement hat das innovative Delmenhorster Labor somit seine Dienstleistungsbereiche nochmals erweitert. Die Seminare finden bundesweit in acht Bildungszentren statt und begannen vor zwei Wochen in München. Zum ersten Seminar in Delmenhorst war gestern auch Michael Wrede von Skoda Deutschland ins Technologiezentrum gekommen. Wrede ist zuständig für das Umwelt- und Gefahrgutmanagement des Autobauers in Deutschland und Europa. „Die Ausweitung des Lafu-Geschäftsbereiches ist naheliegend“ sagt der Geschäftsführer der Umweltfirma Diplom-Ingenieur Gary Zörner. So habe sich Lafu den Ruf verschafft, im Umweltbereich komplexe und komplizierte Probleme zu lösen. Auftraggeber sind international tätige Havariegutachter, Gerichte, Kripo, Umweltbehörden, Groß- und Kleinbetriebe, aber auch Privatpersonen. Im Bereich Bildung und Beratung kann Lafu inzwischen auf eine elfjährige Erfahrung zurückblicken. Besonderes Ereignis war ein von Gary Zörner in Berlin gehaltener Vortrag vor Bundestagsabgeordneten und Staatssekretären zum Thema „Zukunftsperspektiven der Klärschlammverwertung in Deutschland“. Für das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) werden seit Jahren zahlreiche Seminare veranstaltet. Die Seminare werden immer mit brisanten Themen aus der Praxis angereichert. Lafu hat nicht nur Akzeptanz bei hiesigen Firmen und öffentlichen Einrichtungen gefunden, sondern sich auch bei der Abwicklung von internationalen Aufträgen einen Namen gemacht. So wurden Projekte in Tokio (Biologische Bodensanierung), Rostow am Don (Inbetriebnahme eines großen Klärwerkes), Moskau und Bangkok (Umweltmanagement in einem großen Hotel) realisiert. Zurzeit wird im Technologiezentrum an der Projektierung von Umweltaktivitäten in Rumänien gearbeitet. Auf dem Gebiet der Inspektion von Gebäuden untersucht Lafu nicht nur die chemischen Wohngifte, sondern auch die mikrobiologischen (Schimmelpilze, Bakterien) und die physikalischen (Elektrosmog) Belastungen mit den dazugehörigen Gutachten und Handlungsempfehlungen. So mussten in einem Büro-Hochhaus in Norddeutschland – nähere Angaben wollte Gary Zörner mit Hinweis auf seine Verschwiegenheitspflicht nicht machen – mehr als 60 Büroraume geschlossen werden, weil nach den Lafu-Untersuchungen die Schimmelpilzproblematik nur durch eine aufwändige Sanierung des gesamten Gebäudes in den Griff zu bekommen war.

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