Wohngifte: Gefahren können auch zu Hause lauern | Lafu GmbH

Chemisch belastete Innenräume können krank machen. Was man dagegen tun kann, ist Thema des nächsten gemeinsamen Vortrags von VHS und Lafu.

Wolfgang Bednarz/Delmenhorst „Ich freue mich, dass wir so ein prominentes Institut als Partner haben.“ Martin Westphal, neuer Geschäftsführer der Volkshochschule (VHS), ist entschlossen, die Kooperation mit dem Labor für Chemische und mikrobiologische Analytik (Lafu) fortzusetzen und unter dem Dach der VHS weitere Vorträge anzubieten. „Wir als VHS sehen es als unseren Auftrag an, über solche Dinge zu informieren“, sagt Westphal.

In Kürze, am Freitag, 27. Januar, wird der 14. Vortrag der gemeinsamen Reihe stattfinden. Das Thema lautet „Was können wir gegen ,unsichtbare‘ Belastungen tun?“. Der Vortrag findet in den Räumen der VHS, Am Turbinenhaus 11, von 18 bis 20.15 Uhr statt.

Inhaltlich geht es um den präventiven Gesundheitsschutz in Innenräumen. Als Referenten hat Lafu-Chef Gary Zörner den Kieler Toxikologen Dr. Hermann Kruse gewonnen. Im Anschluss werden die Gäste des Vortrags wieder zur „Event-Fete“ mit Bio-Erdbeerbowle in die Lafu-Räume eingeladen. Zörner bittet um Anmeldung unter Telefon 04221/ 14452. „Wir nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, die Chemieindustrie zu kritisieren“, verspricht er.

Kruses Thema seien die Kombinationswirkungen von Wohngiften, so Zörner. Damit liegt der Kieler Toxikologe auf einer Linie mit dem Lafu-Chef, der immer wieder darauf hinweist, dass man das Gefährdungspotenzial, das von gesundheitsschädlichen Substanzen ausgeht, nur im Zusammenspiel mit anderen Risikofaktoren richtig bewerten kann. Die oft bemühten Grenzwerte reichten nicht.

Daher fordert Zörner auch eine Umkehr der Beweislast. Ein Stoff oder eine Chemikalie dürfe nur dann produziert und angewendet werden, wenn bewiesen sei, dass von der Substanz keine negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt ausgehen.

Auch die von vielen belächelte Elektrosensibilität ist ein Thema, das Zörner ernst nimmt. „Wenn jemand damit Probleme hat, dann müssen wir ihm erst mal glauben. Da ist von uns Empathiefähigkeit gefordert.“

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