VHS-Vortrag: Was tun um die Gesundheitsgefahren durch Schimmelpilze zu vermeiden. Wie können Feuchte- und Schimmelschäden erfasst und saniert werden? | Lafu GmbH

Der Kurs findet am Freitag, den 22.09.2017 von 18:00 bis 20:15 Uhr in der VHS, Turbinenhaus 11 (Raum 08) in Delmenhorst statt.

Referent: Dr. rer. nat. Constanze Messal,
Referent: Dipl.-Ing. Renate Seyfert, Lafu GmbH

Referent: Dipl.-Ing. Gary Zörner, Lafu GmbH

Sanieren – aber richtig! – Was ein Schimmelprofi können muss!

Bei der Sanierung von Schimmelschäden ist eine fach- und sachkundige Ausführung nicht nur gefragt sondern auch gesetzlich gefordert. Wer Schimmelpilzbefälle professionell entfernt, bewegt sich im Geltungsbereich der Biostoff- und Gefahrstoffverordnung. Daraus ergeben sich Anforderungen an den  Schutz der Ausführenden, aber auch der Nutzer, die häufig bei der Sanierung im Objekt verbleiben.

Was dabei zu beachten ist und wie man einen fachkundigen Sanierer erkennt, erläutert der Vortrag von Frau Messal. Dabei werden die geltenden Normen und Richtlinien berücksichtigt ebenso wie die Empfehlungen des Umweltbundesamtes und der BG Bau zum Einsatz von Bioziden im Sanierungsbereich.

Ausführliche Informationen können auch in dem neuen Buch von Constanze Messal nachgelesen werden, Titel: „Kompendium Schimmel in Innenräumen – Erkennen, Bewerten und Sanieren.“

Feuchtigkeit und Schimmel in Wohnungen werden offenbar weiterhin zu Merkmalen benachteiligter Lebensverhältnisse.

Wohnungen die relativ günstig zu mieten sind, weisen deutlich öfter Baumängel auf, die Feuchtigkeit und Schimmel im Innenraum begünstigen. Die negativen gesundheitlichen Auswirkungen treffen insbesondere die Menschen, die von der sozialen Lage benachteiligt sind.

Die Gesamtproblematik des „Gesunden Wohnens“ erfordert ein hohes Verantwortungs-bewusstsein sowie eine entsprechende Information und Qualifikation aller Beteiligten. Hier gibt es Interessenkonflikte die von uns angesprochen und diskutiert werden.

Erschütternd sind nicht nur die aktuellen Wohnverhältnisse in 2 Wohnblöcken im Wollepark in Delmenhorst, (dort wurde Gas und Wasser abgestellt), sondern dass in zahlreichen auch weiteren Gebäuden des Viertels über Jahrzehnte „fließend Wasser“ von den Wänden zu gesundheitsschädlichen Feuchte- und Schimmelschäden geführt hat.

Hier liegen uns viele Informationen und Anfragen vor. Die Ursache sind insbesondere katastrophale Baumängel. Solange die Vermeidung von Kosten im Vordergrund steht verkommt die Gebäudesubstanz und auch auf die Gesundheit der Mieter wird keine Rücksicht genommen.

Bei Chemikalien gibt es die Forderung nach einer Beweislastumkehr, d.h. nur wenn nachgewiesen ist, dass eine Chemikalie keine negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit hat, darf sie zugelassen werden.

ine gesellschaftspolitische Veränderung ist auch bzgl. jeglicher Gebäude notwendig: Diese dürften nur z.B. verkauft, vermietet oder verpachtet werden, wenn bewiesen ist, dass bei sachgemäßer Nutzung die Gesundheit und die Umwelt nicht geschädigt werden kann.

Gesund bleiben – Schimmel vermeiden

Die Referenten berichten anhand von hochinteressanten Fallbeispielen über die Auswirkungen von Schimmelpilzschäden aus zahlreichen auch internationalen Projekten, z.B. England, Holland, Nigeria.

Mit dieser Vortragsveranstaltung möchten wir Sie auf eine Reise zur Verbesserung des Verständ-nisses über oft unsichtbare, unterschätzte und teils sogar vorsätzlich ignorierte oder verursachte Ge-fahren durch Belastungen in Gebäuden mitnehmen.

Auch die politischen Zusammenhänge und Interessen, die zu den Kontaminationen führen, werden kritisch hinterfragt und wir möchten Sie motivieren die verschiedenen Einflüsse wahrzunehmen. Je mehr wir wissen, je besser können wir uns schützen! Gesünder wohnen und leben, indem wir offen für die Vielschichtigkeit der Problematik sind, statt die Realität zu verleugnen!

Grundsätzlich sollte auch immer die präventive Sichtweise und ein verantwortungsvoller Umgang der Leitgedanke sein.

sind Schimmelpilze als „Chemiefabriken“ zu betrachten und können u.a. schwer krank-machende Toxine bilden. Diese können wiederum nicht mit Antischimmelmitteln zerstört werden. Grundsätzlich müssen also alle mit Schimmel kontaminierten Materialien aus Gebäuden unter entsprechenden Sicherheitsbedingungen entfernt werden.

Forschungen zeigen, dass geringe Konzen-trationen von Mykotoxinen wie sie in Innen-räumen vorkommen können, zu Effekten führen.

Für die gesundheitliche Einschätzung ist der Expositionspfad Luft und Haut, sowie die Halbwertzeit der Mykotoxine im Körper relevant.

Von den flüchtigen, mikrobiell bedingten organischen Verbindungen (MVOC) werden einige als Volatoxine bezeichnet.

Forschungsergebnisse zeigen, dass MVOC nicht nur Gerüche oder nicht toxisch verursachte Befindlichkeitsstörungen auslösen, sondern gewebeschädigende Prozesse (die zumindest im Nervensystem nicht umkehrbar sind) und den Tod von Nervenzellen verursachen. Sie führen zu einer Dopamin-Stoffwechselstörung und sind Auslöser für Parkinson.

Der heutige Wissensstand und neue Sanierungstechniken erlauben inzwischen, Schimmelbefall sicher zu erkennen und zu beseitigen. Dennoch werden Schäden oft falsch beurteilt und bekämpft.

Die Lafu GmbH macht auch Gutachten bei Gebäuden vor Abriss und dort wird bei Schimmelbelastungen u.a. auf die Gefahrstoff- und Biostoffverordnung sowie auf die entsprechenden Schutzmaßnahmen hingewiesen.

Gesundheitliche Auswirkungen durch Schimmel

Gesundheitliche Auswirkungen durch Schimmel

Im Anschluss an den VHS/Lafu Vortrag wird ab 20:30 Uhr, bei Lafu zur Feier mit weiteren flüssigen Medien (z.B. unter Schwarzlicht leuchtende Cocktails) und zum Buffett eingeladen, vorherige  Anmeldung ist erwünscht und aufgrund der recht aufwendigen Event-Fete würden wir uns über eine Spende statt sonstiger
Geschenke freuen.

Flyer zur Veranstaltung

Anmeldung
VHS Delmenhorst
Kurs-Nr. 17B5343C
Tel.: 04221 / 981800
info@vhs-delmenhorst.de
Kosten: 9 Euro